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»I bin der Sieger ! -
Wo san jetzt meine tausend
polnischen Jungfrauen??«

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Die Peckenknecht haben sich nicht nur der Musik, sondern auch dem Theater verschrieben. Ein aktuelles Stück aus dem Repertoire ist "Das Arcztspiel" des Nürnberger Handwerkerdichters Hans Rosenplüth (etwa 1400 - 1460).

"Das Arcztspiel" handelt von einem skurrilen „Doctor der Medicinis”, der durch das bloße Beschauen des „prunns” von verschiedenen Menschen, eine Diagnose stellt. Diese hat in der Regel eher triebhafte als physische Ursachen.
Hans Rosenplüth, genannt der „Schneperer”, lebte meist in Nürnberg und war ab 1444 als Büchsenmacher der Stadt tätig.
Er war einer der ersten Handwerkerdichter und schrieb etwa 30 Fastnachtspiele, die stark auf zotige Komik angelegt sind. Diese Stücke sind oft so derb, dass man sie in der heutigen Zeit so kaum noch aufführen kann.

Deshalb bearbeiteten Bernhard Kühlewein und Georg Aigner "Das Arcztspiel" und nahmen Veränderungen und Ergänzungen vor, die zwar den Charakter des Stückes leicht verändern, dabei das Moralverständnis der heutigen Zeit nicht verletzen, aber das Verständnis der Orginaltextstellen in frühneuhochdeutscher Sprache enorm erleichtern. Bernhard Kühlewein, bekannter Kunstmaler und ehemaliger Prinzipal des Festspiels der "Landshuter Hochzeit 1475", führte auch Regie und sorgte für die Requisiten.

Premiere als "Theaterleute" feierten die Peckenknecht 2007 beim Burgfest des Vereins "Die Förderer" mit dem "Lusigen Gerichtsspiel". Weitere Projekte mit kurzem Theaterstücken des Mittelalters sind in Planung.

Vogel